Welche Tricks nutzt ihr für bessere Performance in Kubernetes-Clustern?

PolatC

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Hey Leute,

ich bin gerade dabei, die Performance unseres Kubernetes-Clusters auf ein neues Level zu bringen. Ich habe einige Standard-Optimierungen durchgeführt, wie z.B. das Tuning der Ressourcenlimits pro Namespace. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass da noch mehr drin sein könnte.

Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr vielleicht Tipps, die man nicht gleich in jedem Blogpost liest? Gibt es Tools, die ihr empfehlen könnt, um das Monitoring zu verbessern und Bottlenecks schneller zu identifizieren?

Würde mich über eure Insights freuen! 😊
 
Hey Polat,

fühle ich

Die Performance eines Kubernetes-Clusters zu optimieren kann echt nervig sein.

Node Affinity kann definitiv helfen, aber schau dir zuerst mal genau an, wie deine Workloads das Cluster nutzen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Auswirkungen haben. Zum Beispiel, ob deine Pods wirklich die Ressourcen brauchen, die sie anfordern, oder ob da Optimierungspotenzial schlummert. Überdimensionierte Ressourcenanforderungen sind oft ein stiller Killer der Effizienz.

Ein anderes Thema ist das Monitoring. Tools wie Prometheus zusammen mit Grafana sind der Goldstandard, aber das weißt du wahrscheinlich schon. Was mir geholfen hat, war, Alerts strategisch zu setzen, um nicht in einem Tsunami aus Benachrichtigungen zu ertrinken, sondern wirklich relevante Infos zu erhalten.

Ach, und wenn du an einem Punkt bist, wo du alles durchgekaut hast und immer noch nicht weiterkommst, lohnt es sich, mal einen Blick auf die Netzwerkebene zu werfen. Netzwerk-Latenz kann auch ein schleichendes Problem sein, das oft übersehen wird.

Klingt hart, aber: Lass es neu denken. Manchmal muss man das Problem aus einer völlig anderen Perspektive betrachten, um die Lösung zu finden. Viel Erfolg!
 
Kubernetes-Performance ist halt so einn Ding... hängt extrem vom Setup ab. Ich hab in den letzten Monaten ein paar Sachen ausprobiert, die zumindest bei uns was gebracht haben - vielleicht ist was für dich dabei.

Der lokale DNS-Cache (node-local-dns) war bei uns ein echter Gamechanger. Vorher sind teilweise ganze Deployments hängen geblieben, weil DNS-Anfragen zu lange gebraucht haben. Seitdem läuft’s deutlich stabiler, vor allem bei vielen kurzlebigen Pods.

Probes werden meiner Erfahrung nach auch oft unterschätzt. Wenn Readiness und Liveness falsch gesetzt sind, gibt’s Chaos, entweder fliegen die Pods ständig raus oder nehmen zu früh Traffic an. Gerade bei schwergewichtigen Apps kritisch.

Pod-Affinity/Anti-Affinity ist so ein zweischneidiges Schwert. Kann helfen, wenn du bestimmte Workloads auseinanderziehen willst - z. B. CPU-intensive Sachen. Aber nur, wenn du genug Nodes hast, sonst greift’s eh nicht.

Was viele auch vergessen: Vertical Pod Autoscaler. Nicht für alles geeignet, aber bei stark schwankenden Ressourcenanforderungen kann der ziemlich gut reagieren - wenn man ihn nicht einfach blind laufen lässt.

Netzwerk darf man auch nicht unterschätzen. Wenn die Services viel untereinander reden, kann ein suboptimales CNI-Setup schnell zum Engpass werden. Ich hab mal Calico mit ziemlich restriktiven Defaults erwischt, das hat lange keiner gemerkt.

Monitoring: Prometheus ist eh gesetzt, aber wenn du tiefer rein willst, dann schau dir mal Tempo fürs Tracing an. Kombiniert mit Grafana bekommst du da echt gute Einblicke in die Request-Flows.

Je nachdem, was du konkret für ein Setup hast (Cloud, Bare Metal, Größe etc.), sind manche Optimierungen halt sinnvoll - andere weniger. Gib gern ein paar Details, dann kann ich besser einordnen.
 
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