Node.js-Projektstruktur: Wie geht ihr mit wachsender Komplexität um?

CC7

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Ich stehe gerade vor dem Problem, dass mein Node.js-Projekt langsam aus allen Nähten platzt. Mit dem Zuwachs an Features wird die Struktur unübersichtlich und die Pflege zur Tortur. Ich habe schon versucht, die MVC-Architektur sauber zu halten, aber irgendwie wird der Code trotzdem chaotisch.

Wie organisiert ihr eure Verzeichnisse und Module, wenn die Komplexität zunimmt? Gibt es bewährte Muster oder Tools, die ihr empfehlen könnt? Ich denke über TypeScript nach, bin aber unsicher, ob das wirklich hilft oder nur zusätzlichen Overhead erzeugt.

Freue mich über jeden Tipp, der mir hilft
 
Ich kenne das Problem, Projekte wachsen schneller, als einem lieb ist, und plötzlich sieht alles aus wie ein Spaghetti-Monster. Ein bewährtes Mittel, das bei mir oft funktioniert hat, ist die Umstellung auf eine modulare Struktur. Anstatt alles in einem riesigen Verzeichnis zu haben, lohnt es sich, die Anwendung in kleinere, thematisch sortierte Module zu unterteilen. Jedes Modul kann dann seine eigenen Controller, Modelle und Views haben.

Ein Ansatz, der mir geholfen hat, ist die „Feature-Based“-Struktur. Dabei gruppiere ich den Code nach Funktionalitäten, nicht nach Muster. Zum Beispiel:

/src
/auth
authController.js
authService.js
/user
userController.js
userService.js

So bleibt der Code thematisch sortiert und nachvollziehbar.

Was TypeScript angeht, kann es wirklich helfen, insbesondere bei der Erkennung von Typfehlern und der Dokumentation des Codes. Ja, es gibt anfangs etwas Overhead, aber der Gewinn an Klarheit und Fehlervermeidung rechtfertigt das, zumindest meiner Erfahrung nach.

Tools wie ESLint und Prettier unterstützen zusätzlich, indem sie einen einheitlichen Stil durchsetzen. Aber das Wichtigste ist wohl, regelmäßig Code-Reviews zu machen. Da fallen inkonsistente oder chaotische Strukturen schnell auf.

Wenn’s um spezifische Patterns geht, die bei wachsender Komplexität helfen, ist das Repository-Pattern oft nützlich. Ich hab das mal in einem größeren Projekt eingesetzt - hat gut funktioniert, aber man muss aufpassen, dass man nicht zu viele Abstraktionsebenen einfügt.
 
Wachsende Komplexität in Projekten ist generell echt ein Thema. Bei mir hat es geholfen, sich bewusst für eine modulare Struktur zu entscheiden. Also, wirklich konsequent einzelne Features in eigene Module oder Services zu kapseln. Dadurch bleibt der Code übersichtlicher und man kann auf die einzelnen Teile besser zugreifen und sie testen.

Ich kann TypeScript definitiv empfehlen. Es bringt nicht nur Typensicherheit, was bei größeren Projekten enorm hilft, sondern auch bessere IDE-Unterstützung. Klar, es ist anfangs ein bisschen Overhead, aber langfristig zahlt es sich aus, weil Fehler frühzeitig auffallen und die Dokumentation im Code quasi "eingebaut" ist. Falls du das Gefühl hast, dass es zu viel wird, könntest du mit [ts-node](https://github.com/TypeStrong/ts-node) experimentieren, um den Einstieg zu erleichtern.

Was Verzeichnisse angeht, bin ich ein Fan von Feature-basierten Strukturen. Also nicht klassisch nach Models, Views, Controllers, sondern eher nach Features oder Domains. Das macht es einfacher, bei Änderungen alle relevanten Teile im Blick zu haben.

Für die Organisation und das Handling von Abhängigkeiten könnte [Lerna](https://lerna.js.org/) interessant sein, wenn du in Richtung Monorepo denkst. Es hilft, gemeinsame Abhängigkeiten zu managen und Module zu teilen, ohne dass du alles in einem riesigen Projekt hast.

Ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Automatisiere so viel wie möglich, gerade was Testing und Deployment angeht. Das nimmt dir viel manuellen Aufwand und Fehlerquellen ab. Schau dir z.B. mal [Jest](https://jestjs.io/) für Tests und [GitHub Actions](https://github.com/features/actions) für CI/CD an.

Wie man es auch dreht und wendet, das Wichtigste ist, regelmäßig den Code zu refaktorisieren und nicht zu lange zu warten. Sonst wird der Berg an "technischer Schulden" schnell zu groß.
 
Node.js kann schnell zur wachsenden Bestie werden, wenn man die Struktur nicht im Griff hat. Das Problem ist nicht neu, aber es gibt Wege, die Komplexität zu zähmen. Erstmal: MVC ist gut, aber nicht das Allheilmittel. Wenn die Architektur aus dem Ruder läuft, hilft oft ein Blick auf Domain-Driven Design. Das zwingt dich, den Code um Geschäftslogik herum zu strukturieren, statt um technische Details.

TypeScript... ja, das ist so eine Sache. Es bringt Typensicherheit ins Spiel, was bei einem großen Projekt Gold sein kann. Aber ja, es kommt mit einem gewissen Overhead. Wenn du bereit bist, die Lernkurve zu nehmen, kann es helfen, den Überblick zu behalten, weil du einfach weniger Fehler machst. Und lass die IDE für dich arbeiten - mit TypeScript wird sie dein bester Freund.

Verzeichnisse und Module? Modularisierung ist der Schlüssel. Zerleg deine Anwendung in kleinere, unabhängige Module. Mach dir den Aufwand, die Grenzen klar zu ziehen. Jedes Modul soll eine klare Aufgabe haben. Vermeide es, Abhängigkeiten quer durch die Anwendung zu ziehen. Das ist wie ein Minenfeld - früher oder später trittst du drauf.

Eine persönliche Anekdote: Ich hab mal an einem riesigen Projekt gearbeitet, wo jede Komponente in einer monolithischen Struktur lag. Eine Änderung löste eine Kettenreaktion von Bugs aus. Erst als wir auf Microservices umstellten, kehrte Ruhe ein. Es war ein Balanceakt, aber es hat die Wartung erheblich vereinfacht.

Tools? Es gibt viele. Linting-Tools wie ESLint helfen, den Code sauber zu halten. Und Tests - automatisierte Tests, so viele wie nur möglich. Das gibt dir die Sicherheit, dass nichts kaputtgeht, wenn du etwas änderst.

Am Ende des Tages geht es darum, diszipliniert zu bleiben und nicht einfach Features reinzuhämmern, ohne die Architektur zu hinterfragen. Fix it - oder bau’s nicht.
 
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